From November 2019 to October 2020 I worked as an editorial assistant at the online magazine Journelles, the largest independent fashion blogazine in Germany. In addition to overseeing all social media channels and supporting operations in affiliate marketing, I wrote weekly articles on current topics such as sustainability, social responsibility, and innovation in the fashion industry. Following some excerpts: 
4 Kommentare von Designern und Mode-Experten zum (Nicht-) Umzug der Berlin Fashion Week
Die Nachricht über den Umzug der Modemessen von Berlin nach Frankfurt am Main kam letzte Woche sehr plötzlich. Ist die Banken-Metropole wirklich so kreativ? Und was passiert jetzt in Berlin – vor allem mit den hier ansässigen Labels? Licht ins Dunkle bringen unsere Interviews mit direkt oder indirekt beteiligten Branchenexperten. 
Wir sprechen mit den Modedesignern William Fan und Ewelina Smarz über persönliche Einschätzungen und haben einen aufschlussreichen Bericht zur Lage der (modischen) Nation von Nowadays-Gründer Marcus Kurz sowie dem AMD-Dozenten Prof.Dr.Ingo Rollwagen erhalten.
Marcus Kurz, Geschäftsführer der Kreativagentur NOWADAYS und Veranstalter der Mercedes-Benz Fashion Week:
Als Veranstalter der MBFW liegt unser Fokus auf der Inszenierung von Modenschauen und Präsentationen von Marken und Designern aus dem Premium- und Luxus-Segment. Mit der MBFW orientieren wir uns am internationalen Schauenkalender der Fashion Weeks Paris, London und New York. [...] Für den Modestandort Berlin heißt das: Die Stadt bleibt weiterhin Austragungsort für mediale Inszenierungen und Vermarktungskonzepte im Rahmen von Modenschauen und Präsentationen. Berlin werden jetzt ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Die Modehauptstadt ist und bleibt in unseren Augen Kreativ-Pool und Magnet für Unternehmen oder Veranstaltungskonzepte wie die About You Fashion Week. Auch diese zieht es erneut ab Januar 2021 zweimal pro Jahr von der Hansestadt zur Modewoche nach Berlin.
Wenn wir also von einer Konkurrenz mit Mailand und Paris sprechen, dann sollten wir nicht nur auf eine Fashion Week oder andere Veranstaltungen im Einzelnen schauen, sondern von dem kreativen Potenzial Deutschlands im Allgemeinen sprechen. Den ständigen Vergleich zwischen Metropolen mit dem deutschen Markt schätze ich mittlerweile als etwas überflüssig ein, auch wenn es international sicherlich etwas verwundert aufgenommen wird, dass sich er deutsche Modemarkt jetzt weiter fragmentiert und von nun an mit zwei Fashion Weeks vertreten sein wird. [...]
#BlackLivesMatter
Es fällt schwer, dieser Tage die richtigen Worte zu finden. Trauer, Wut und Verzweiflung lassen sich manchmal kaum noch ausdrücken, so sehr trifft es uns. Der Tod von George Floyd rückt ins Bewusstsein, was lange ignoriert und hingenommen wurde. Rassismus und ethnisches Profiling sind Probleme, die nicht Amerika, sondern die ganze Welt und jedes noch so kleine Dorf betreffen.
Rassismus ist überall. Engagement und Aktivismus müssen über einen Instagram-Post hinausgehen. Anti-Rassismus darf nicht beim Medien-Hype enden. Wir müssen zuhören, lernen und verstehen. Ja, wir dürfen Fehler machen, Fragen stellen, aber wir dürfen nicht mehr schweigen, hinnehmen oder entschuldigen. Denn gerade wenn es unbequem wird, muss eine Konversation geführt werden! Wir bei Journelles fragen uns, wie können wir unsere Plattform und Reichweite nutzen, um uns gegen Rassismus und für mehr Diversität einzusetzen? Der erste Schritt: Weiterbildung. Daher möchten wir hier die wichtigsten Posts und Links teilen, mit denen wir jetzt aktiv werden und die Gesellschaft nachhaltig verändern können. Mit dem gestrigen #BlackOutTuesday wurde in sozialen Medien zum Innehalten und Schweigen aufgerufen. Ein Tag, der dem Gedenken aller Opfer rassistische Gewalt gewidmet war und dabei doch viel mehr verlangt. Ausgehend von der US-Musikbranche wurde unter dem Hashtag #TheShowMustBePaused (abgewandelt von The Show Must Go On) zu einem Moment der Stille und Solidarität aufgerufen.​​​​​​​ 
Mehrere Plattenfirmen wie Warner Records und Sony Music Columbia Records beteiligten sich. „Wenn die Musik aus ist, können wir vielleicht zuhören“, heißt es dazu in einem Zitat auf tagesschau.de. Das globale Netzwerk verdeutlicht, wie machtvoll Social Media sein kann, wenn plötzlich überall nur noch schwarze Kästchen zu sehen sind. Kritisiert wird jedoch, dass so wichtige Informationen und Kundgebungen verloren gehen. Es ist viel wichtiger, Raum für Aufklärung zu schaffen, sei es durch Buchempfehlungen, Tipps für Veranstaltungen oder wie man die Gemeinschaft jetzt und in Zukunft unterstützen kann. [...]
Was ein Virus mit der Mode macht
Das Corona Virus ist omnipräsent. Mediale Hysterie? Zumindest zeichnen ExpertInnen ein schwer einzuschätzendes bis beängstigendes Zukunftsbild. Dass die Mode und der Konsum von Kleidung vor diesem Hintergrund eines hochansteckenden Virus in den Hintergrund rücken und sich die Handlungsempfehlungen und politischen Eingriffe auf Schutz und Eindämmung der Risiken beziehen, ist dabei natürlich zu begrüßen. Dennoch stehen wir langfristigen Umbrüchen gegenüber, die gesellschaftliche wie wirtschaftliche Strukturen bis in die Sommermonate, wenn nicht sogar den nächsten Winter begleiten werden. Dass mit einem anhaltenden gesundheitlichen Risiko ebenso ökonomische Verluste einhergehen, wird insbesondere seit dieser Woche immer bewusster. Mit der rasanten Ausbreitung des Virus und der Einrichtung einer flächendeckenden Sperrzone in Italien steht nun ein Land und eine Wirtschaftszone still.
Dabei sind insbesondere die nördlichen Regionen um die Epizentren Mailand und Venedig Hauptsitz für Wirtschaftsunternehmen und Produktionsstätten. Mehr als ein Drittel des Bruttoinlandsproduktes Italiens wird dort generiert. Eine Hochburg für Textilmanufakturen und Produktionen für Kleidung, Leder- und Schmuckwaren. Marken wie Diesel, Prada, Armani oder Louis Vuitton lassen hier produzieren oder nutzen enge Lieferantenbeziehungen zu dieser Region. Net-a-Porter hat seinen europäischen Hauptsitz für Logistik ebenfalls in der Lombardei.
Während die großen Modemarken der italienische Modegruppe Only The Brave (OTB), darunter Diesel, Maison Margiela und Marni, derzeit noch optimistische Wachstumsprognosen verkünden, sieht sich Armani in einer ganz anderen Verantwortung. Das italienische Designhaus gab kürzlich eine Spende in Höhe von 1,25 Mio. € bekannt, die zur Finanzierung von vier Mailänder Krankenhäusern und nationalen Sicherheitsmaßnahmen eingesetzt werden. Derzeit ist der Mailänder Hauptsitz des Modehauses beinahe still gelegt, gearbeitet wird vom Home Office aus und die Produktion läuft mit Minimalbesetzung. Genaue Zukunftsprognosen über den weiteren Verlauf lassen sich zu diesem Zeitpunkt nicht aufstellen, klar ist nur, dass Produktionen, Lagerstätten und Hauptsitze mit spürbaren Auswirkungen konfrontiert sein werden. Und auch in Asien hat die Wirtschaft die unvorhergesehene Ausbreitungswelle des Virus noch nicht überwunden. Burberry, Hermès und Moncler geben hohe Umsatzeinbußen an und die aufstrebenden Fashion Weeks in Seoul und Tokio wurden ebenfalls gestrichen. [...]